Dieser Artikel wurde von einem ursprünglich 1992 vertriebenen Essay der "Canadian Free Speech League" (P.O.Box 40143, Victoria, BC, V8W 3N3) übernommen, einer eingetragenen non-profit Association, die u.a. auch bei der Rechts-Verteidigung im Zündel-Prozeß half.
Der Holocaust war der Mord von sechs Millionen Juden, eingeschlossen zwei Millionen Kinder. Holocaust-Leugnung ist der zweite Mord derselben sechs Millionen. Erst wurde ihr Leben vernichtet, dann ihr Tod. Eine Person, die den Holocaust leugnet, wird Teil des Verbrechens des Holocaust selbst.
In dieser Kontroverse wird oft die entscheidende Frage übersehen: "Was genau ist "HolocaustLeugnung"?
Sollte jemand, der nicht - wie Matas und andere behaupten - glaubt,
daß während des II. Weltkrieges sechs Millionen getötet
wurden, als "Holocaust-Leugner" bezeichnet werden? Diese Zahl
wurde während des Internationalen Militär-Tribunals in Nürnberg
1945-1946 genannt. Sie stellten fest, daß "verfolgte Politik
(der Deutschen Regierung) in der Tötung von sechs Millionen Juden
resultierte, von denen vier Millionen in Hinrichtungs-Institutionen getötet
wurden".
Aber wenn das stimmt, dann müßten mehrere der prominentesten
Holocaust-Historiker als "Leugner" bezeichnet werden. Raul Hilberg,
Autor des Standard-Referenzwerkes "Die Vernichtung der europäischen
Juden," erkennt nicht an, daß sechs Millionen Juden starben.
Er setzt die Gesamtzahl der Toten (durch alle Ursachen) auf 5,1 Million
fest.
Gerald Reitlinger, Autor der "Endlösung" erkennt die sechs
Millionen ebenfalls nicht an. Er schätzt, daß die Zahl der jüdischen
Kriegstoten ca. 4,6 Millionen sein könne, gab jedoch zu, daß
diese Vermutung auf Fehlen verläßlicher Informationen beruhe.
Ist jemand ein "Holocaust-Leugner", wenn er sagt, daß
die Nazis kein jüdisches Fett zur Herstellung von Seife verwendeten?
Nach Abwägung aller Beweise (eingeschlossen eines tatsächlichen
Stücks Seife, durch die Sowjets zur Verfügung gestellt), erklärte
das Nürnberger Tribunal in seinem Urteil, daß "bei mehreren
Gelegenheiten der Versuch gemacht wurde, bei der kommerziellen Herstellung
von Seife das Fett von den Körpern der Opfer zu verwenden".
1990 jedoch schrieb Israel's offizielle "Yad Vashem" Holocaust
Gedenk Agentur 'Geschichte um', als sie zugab, daß die Seifen-Geschichte
nicht wahr sei.
"Historiker sind zu der Überzeugung gelangt, daß Seife
nicht aus menschlichem Fett hergestellt wurde. Wenn so viele Menschen leugnen,
daß der Holocaust jemals stattgefunden hat, warum ihnen etwas geben,
das sie gegen die Wahrheit benutzen, können"?, sagte der Beamte
des Yad Vashem, Shmuel Krakowski.
Ist jemand ein "Holocaust-Leugner", wenn er nicht akzeptiert, daß die im Januar 1942 von deutschen Bürokraten abgehaltene "Wannsee-Konferenz" stattfand, um ein Programm für den systematischen Massenmord von europäischen Juden festzulegen oder abzustimmen? Wenn das stimmt, dann muß Israel's Holocaust-Historiker Yehuda Bauer sich irren - oder ein "Holocaust-Leugner" sein, weil er kürzlich erklärte:
"Die Öffentlichkeit wiederholt immer und immer wieder die alberne Geschichte, daß man in Wannsee die Hinrichtung von Juden beschloß." Nach Bauers Ansicht war Wannsee ein Treffen, jedoch "kaum eine Konferenz" und daß "nur wenig, von dem, was dort gesagt wurde, im Einzelnen durchgeführt wurde".
Ist jemand ein "Holocaust-Leugner", wenn er sagt, daß
es keinen Befehl von Hitler gab, die europäischen Juden hinzurichten?
Es gab eine Zeit, während der die Antwort Ja gewesen wäre. Zum
Beispiel schrieb Raul Hilberg in der Ausgabe von 1961 seiner Studie "Die
Vernichtung der europäischen Juden", daß es von Hitler
zwei Befehle für die Vernichtung der europäischen Juden gebe:
Die erste vom Frühling 1941 und die zweite kurz danach. Aber Hilberg
entfernte jegliche Erwähnung eines solchen Befehls aus den überarbeiteten
3 Bänden seines Buches, das 1985 herausgegeben wurde.
Wie der Holocaust Historiker Christopher Browning feststellte: In der neuen
Ausgabe wurden alle Hinweise auf eine Entscheidung oder einen Befehl von
Hitler für die "Endlösung" systematisch entfernt. Am
Ende einer einzelnen Fußnote steht der einzige Hinweis: "Chronologie
und Umstände weisen auf eine Entscheidung von Hitler vor dem Ende
des Sommers hin". In der neuen Ausgabe wurden keine Entscheidungen
getroffen und keine Befehle gegeben.
Das Fehlen eines echten Beweises für einen Hinrichtungs-Befehl hat
zu einer Kontroverse beigetragen, die Holocaust Historiker in "Absichtler"
und "Funktionalisten" teilt. Erstere behaupten, daß es
eine vorsätzliche Hinrichtungs-Politik von Hitler gegeben habe, während
Letztere der Ansicht sind, daß Deutschland's jüdische Kriegs-"Endlösung"
Politik sich aus niedrigen Rängen je nach Umständen ergeben habe.
Aber der entscheidende Punkt ist der: Ungeachtet der Beschlagnahme von
- wörtlich - Tonnen deutscher Dokumente nach dem Krieg, kann niemand
auf dokumentierte Beweise für einen Hinrichtungs-Befehl, Plan oder
ein Programm hinweisen. Dies wurde von Professor Hilberg 1985 während
seiner Aussage in einem Prozeß gegen den deutsch-kanadischen Publizisten
Zündel in Toronto zugegeben.
Was also bedeutet "Holocaust-Leugnung"? Sicherlich würde eine Behauptung, daß die meisten Insassen von Auschwitz durch Krankheit und nicht durch systematische Hinrichtung in Gaskammern starben, "Leugnung" sein. Aber vielleicht auch nicht. Der jüdische Historiker Arno J.Mayer, Professor an der Princeton Universität, schrieb in seiner Studie von 1988 "Warum verdunkelte sich der Himmel nicht ?: Die 'Endlösung' in der Geschichte:"
"...Von 1942 bis 1945 starben sicherlich in Auschwitz, aber wahrscheinlich überall, mehr Juden aus sogenannten 'natürlichen Gründen' als aus 'unnatürlichen'. "
Sogar Schätzungen der Anzahl von Menschen, die in Auschwitz starben
- angeblich das Hauptvernichtungs-Zentrum - sind nicht länger klar.
In dem Nürnberg-Prozeß nach dem Krieg behaupteten die Alliierten,
daß die Deutschen in Auschwitz vier Millionen Menschen vernichteten.
Bis 1990 konnte man in Auschwitz auf Gedenktafeln lesen: "Zwischen
1940 bis 1945 litten und starben hier durch die Hände der Nazi-Mörder
vier Millionen Menschen." Während eines Besuches des Lagers im
Jahre 1982 stand Papst Johann Paul II vor diesem Denkmal und segnete die
vier Millionrn Opfer. Ist es "Holocaust-Leugnung", diese vier
Millionen Toten in Frage zu stellen? Heute nicht mehr.
Im Juli 1990 räumten sowohl die polnische Regierung als auch Israel's
"Yad Vashem Holocaust Zentrum" ein, daß die Zahl von vier
Millionen eine ungeheure Übertreibung war, und Hinweise darauf wurden
entsprechend vom Auschwitz-Monument entfernt. Israelische und polnische
Offizielle gaben eine vorläufige revidierte Zahl von 1.1 Million Opfern
bekannt. In einem vieldiskutierten Buch über Auschwitz schätzte
der französische Holocaust-Forscher Jean-Claude Pressac, daß
während der Kriegsjahre dort insgesamt ca. 775.000 starben. Professor
Mayer gibt bekannt, daß die Frage, wieviele wirklich in Auschwitz
starben, offen bleibt.
In "Warum verdunkelte sich der Himmel nicht?" ("Why Did
the Heavens Not Darken?") S. 366 schrieb er:
" - Viele Fragen bleiben offen. . . Wieviele Leichen wurden alles in allem in Auschwitz eingeäschert? Wieviele starben dort, alles zusammengenommen? Welche Nationalitäten, Religionen und ethnische Aufschlüsselung waren in diesem Commonwealth von Opfern? Wieviele von ihnen waren dazu verdammt, eines natürlichen Todes zu sterben, und wieviele wurden absichtlich umgebracht? Und was war der Anteil von Juden innerhalb der kaltblütig Ermordeten, die vergast wurden? Zur Zeit haben wir auf diese Fragen einfach keine Antworten."
Wie ist es mit der Leugnung von Vernichtungs-"Gaskammern"? Auch hier macht Mayer eine überraschende Feststellung (auf Seite 362 seines Buches): "Quellen für die Studie der Gaskammern sind zugleich selten und unzuverlässig." Obwohl Mayer glaubt, daß solche Kammern in Auschwitz existierten, weist er darauf hin, daß das meiste von dem, was bekannt ist, auf eidesstattlichen Versicherungen von Nazi-Offiziellen und Henkern bei den Nachkriegs-Prozessen und auf den Erinnerungen von Überlebenden basiert. Diese Aussagen müssen sorgfältig übeerprüft werden, da sie durch subjektive Faktoren von großer Komplexität beeinflußt sein können.
Ein Beispiel dafür könnte die Aussage von Rudolf Höss,
einem SS-Offizier sein, der Kommandant von Auschwitz war. Um sein Urteil
abzustützen, zitierte das internationale Militär-Tribunal in
Nürnberg lang und breit aus seiner Aussage.
Es ist inzwischen erwiesen, daß Höss' äußerst wichtige
Aussage ebenso wie seine sogenannte "Beichte" (die ebenfalls
im Nürnberger Prozeß zitiert wurde), nicht nur falsch sind,
sondern daß sie dadurch erreicht wurde, daß er fast zu Tode
geschlagen wurde. Ebenso wurden Höss' Ehefrau und Kinder mit Tod und
Deportation nach Sibirien gedroht. In seiner Aussage - die heute in keinem
Gericht in den Vereinigten Staaten zugelassen würde - behauptete Höss,
daß ein Hinrichtungs-Lager mit dem Namen "Wolzek" existierte.
In Wahrheit hat es ein solches Lager nie gegeben. Er gab ferner an, daß
während der Zeit, als er Kommandant von Auschwitz war, zwei-und eine-halbe
Million Menschen vernichtet wurden und weitere ein-und-eine-halbe Million
an Krankheiten starben. Heute hält kein gutbeleumdeter Historiker
diese Zahlen mehr aufrecht. Höss war offensichtlich bereit, alles
zu sagen, alles zu unterschreiben und alles zu tun, um die Folter zu beenden
und zu versuchen, sich selbst und seine Familie zu retten.
In seinem Buch von 1988 fordert Professor Mayer dazu auf, "auf
dem Tötungsgelände und in der unmittelbaren Umgebung" Ausgrabungen
durchzuführen, um mehr über die Gaskammern zu ermitteln. Solche
forensischen Studien wurden jedoch bereits durchgeführt. Die erste
wurde 1988 durch den amerikanischen Hinrichtungs-Berater Fred A. Leuchter
Jr. durchgeführt .
(Leuchter) führte eine forensische Examination auf dem Gelände
der angeblichen Gaskammern in Auschwitz, Birkenau und Majdanek durch, um
festzustellen, ob sie dazu benutzt werden konnten, wie behauptet, Menschen
zu töten. Nach einer sorgfältigen Studie der angeblichen Tötungs-Einrichtungen
schloß er damit ab, daß die Einrichtungen nicht als Mord-Gaskammern
benutzt wurden und nicht hatten benutzt werden können. Darüber
hinaus zeigte die Analyse von Proben, die Leuchter von den Wänden
und Böden der angeblichen Gaskammern nahm, keinerlei oder nur minimale
Spuren des aktiven Ingridient Zyklon B, das Ungeziefer-Vertilgungsmittel,
das angeblich dazu benutzt wurde, um Juden in Auschwitz zu töten.
Eine geheime forensische Examination (und entsprechender Bericht), in Auftrag
gegeben durch das Staats-Museum Auschwitz und durchgeführt durch das
"Institut für forensische Forschung" in Krakau, bestätigte
Leuchters Ergebnisse, daß nur minimale oder gar keine Spuren von
Cyanid Compound in den Einrichtungen gefunden werden konnte, die angeblich
Gaskammern gewesen waren. Die Signifikanz hiervon ist offensichtlich, wenn
die Ergebnisse der forensischen Überprüfung der angeblichen Mord-Gaskammern
mit den Ergebnissen der Auschwitz Desinfektions-Einrichtungen verglichen
werden, wo Zyklon B dazu benutzt wurde, um Matratzen und Kleidung zu desinfizieren.
Während keine oder nur geringe Spuren von Cyanide in den angeblichen
Gaskammern gefunden wurden, wurden massive Spuren von Cyanide in den Wänden
und Böden der Desinfektionseinrichtungen der Entlausungskammern gefunden.
Eine andere forensische Studie wurde von dem deutschen Chemiker Germar
Rudolf durchgeführt. Auf der Basis seiner Examination auf dem Gelände
und der Analyse der Proben, kam der betitelte Chemiker und Doktor-Kandidat
zu dem Ergebnis, daß: "Aus chemisch-technischen Gründen
fanden die Massen-Vergasungen mit Hydrocyanic Acid in den angeblichen "Gaskammern"
in Auschwitz nicht statt. . . Die angeblichen Einrichtungen für Massenmord
in Auschwitz und Birkenau waren für diesen Zweck nicht geeignet. .
. "
Schließlich gibt es noch eine Studie des österreichischen Ingenieurs
Walter Lüftl, einem respektierten Zeugen in zahllosen Gerichtsfällen
und früherem Präsidenten von Österreich's professional Association
der Ingenieure.In einem Bericht vom Jahre 1992 bezeichnete er die angeblichen
Massen-Hinrichtungen von Juden in Gaskammern "technisch unmöglich".
Darum: Durch was wird "Holocaust Leugnung" bestimmt? Diejenigen,
die die strafrechtliche Verfolgung von "Holocaust- Leugnern"
verlangen, scheinen noch immer in der Welt von 1946 zu leben, als die alliierten
Offiziellen bei den Nürnberg Prozessen gerade ihr Urteil sprachen.
Aber die Ergebnisse, zu denen das Tribunal kam, können nicht länger
als gültig angesehen werden. Weil sie sich so stark auf solch unzuverlässige
Beweise wie die Höss' Aussage stützten, sind einige der kritischsten
Ergebnisse jetzt diskreditiert.
Aus eigennützigen Gründen versuchen mächtige spezielle Interessengruppen
wichtige Diskussionen über die Holocaust-Geschichte als Taboo zu bestimmen.
Aber die Wahrheit kann nicht auf ewig unterdrückt werden: Es gibt
eine reale und wachsende Kontroverse über das, was mit den europäischen
Juden während des II. Weltkrieges geschah. Dieses Ereignis sollte
entschieden werden, wie alle großen geschichtlichen Ereignisse gelöst
wurden: Durch freie Nachforschung und offene Debatte in unseren Journalen,
Zeitungen und Klassenräumen.